Die drei Säulen des abendländischen Denkens

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Offenbarung 17, 1-6

Das fundament des abendländischen denkens steht auf den drei säulen: griechisches vernunftsdenken und demokratieverständnis, römische rechtssprechung und jüdische ethik/moral, wobei dessen hintergrund der von Gott selbst geoffenbarte Dekalog ist. Zum griechischen gehört das ICH (denken, vernunft), zum römischen der besitz (haben, gesetz) und zum jüdischen gehört das wir, die beziehung zum nächsten (sein, Caritas). Seit einiger zeit aber nehmen wir zugunsten der gewinnmaximierung ein verstärktes bestreben wahr, den ethischen bezugs-rahmen aufzulösen. Wenn aber der materielle besitz die basis und der inhalt des Seins an sich und des staates sein soll, und die ethik (sozialgedanke, barmherzigkeit) zugunsten der bereicherung als oberste maxime ersetzt wird, verliert unser staatsverständnis seine tragende struktur und kollabiert. Am deutlichsten tritt das dort zu tage, wo solidarität als zwang empfunden wird und auf der basis eines sogenannten selbstbestimmungsrechtes nun der weniger bemittelte, der arbeitslose und der bedürftige abgedrängt wird. Das ende ist ein staat als reines dienstleistungsunternehmen das sich explizit aus verkauften dienstleistungen definiert und auf allen ebenen rentieren muss; dies aber ist das ende jeder sozialen verantwortung. Das gesetz des kapitalismus diktiert dies jedoch klar und deutlich, wie es schon Karl Marx vorausgesehen hat (ich bin jedoch KEIN Marxist!!!).